Makern - Nur ein Hobby oder auch ernst zunehmendes Gewerbe?

      Makern - Nur ein Hobby oder auch ernst zunehmendes Gewerbe?

      Huhu.^^

      Hatte das Bedürfnis, mal diese Frage in den Raum zu werfen, da ich das Gefühl habe, dass das Makern, hier im Forum, häufig auf ein Hobby reduziert wird,
      obwohl die Engine durchaus "Produkte" hervorbringen kann, die es wert sind, gekauft zu werden.
      Bei einem Spiel, welches ausschließlich aus dem RTP besteht, auch wenn dieses gut genutzt wurde, mit welchem interessante Maps und Quests erstellt wurden und eine fesselnde Geschichte dargeboten wird, wäre ich auch zögerlich, dafür etwas zu zahlen. Dies kann ich nachvollziehen, wobei auch solch ein Spiel das Recht hätte, kommerziell zu sein.

      Ich selbst sitze intensivst an einem Projekt, für das ich externe Grafiker und Musiker bezahle und für welches ich auch am Ende Geld verlangen möchte.
      Da ich es professionell aufziehen möchte, melde ich demnächst ein Gewerbe an und werde Reward-Crowdfunding und eben auch Merchandise betreiben.

      Daher hier nochmal ein paar Fragen, um die Diskussion ins Rollen zu bringen:

      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)
      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?

      Bin mal gespannt, auf eure Meinungen. :)

      Empire_Kirby schrieb:

      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)
      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?

      1. Ich sehe die Arbeit mit dem RPG Maker für mich selbst als reines Hobby. In ein kommerzielles Projekt müsste ich wesentlich mehr Zeit hinein investieren als ich zur Verfügung habe. Hinzu kommt, dass ich eigentlich so überhaupt nicht den Wunsch habe, mit einem meiner Hobbys Geld zu verdienen, weshalb das für mich ohnehin keine Option darstellt. Wenn andere das allerdings unbedingt machen wollen - why not. Good luck.
      2. Das Gesamtpaket muss mich überzeugen. Es muss mein Interesse wecken, Spaß machen, mich unterhalten und langfristig fesseln. Abgesehen von aufwändigen 3D-Texturen und anderen grafischen Meisterleistungen erwarte ich somit eigentlich alles, was ich von jedem anderen ( guten! ) kommerziellen Spiel, das nicht mit dem Maker erstellt wurde, ebenfalls erwarte.
      3. Das kommt zum einen auf mein Budget an, zum anderen darauf, was mir präsentiert wird. Sehr hohe Summen, die aus dem übersteigerten Ego des Erstellers resultieren, würde ich jedoch auf keinen Fall bezahlen.
      4. Von welchem RTP reden wir? VX Ace? Dann definitiv nicht.

      Empire_Kirby schrieb:

      Hatte das Bedürfnis, mal diese Frage in den Raum zu werfen, da ich das Gefühl habe, dass das Makern, hier im Forum, häufig auf ein Hobby reduziert wird

      Interessante Ansicht. Woher auch immer sie kommt.

      Grüße Two~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TwoFace“ ()

      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      Wenn in einem Spiel wirklich genug Arbeit und Qualität steckt, dass es sein Geld wert ist, habe ich kein Problem damit. Doch meistens sind die Entwickler, die Geld für ihr Spiel wollen, genau die, die nicht so viel Mühe in ihr Projekt stecken. Das kommt mir jedenfalls so vor, wenn man durch Steam Greenlight scrollt und die dortigen Maker-Projekte mit denen vergleicht, welche als Freeware angeboten werden.

      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)
      Mir würden da gute exklusive Ressourcen wie Grafiken, Musik und Skripte sowie solides Gameplay und Story reichen. Wobei selbst ein Spiel mit RTP-Grafiken und Musik Gameplay und Story-mäßig genug bieten könnte, um kommerziell vertrieben zu werden.

      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      Bis zu 70€, der normale Vollpreis-Titel eben. Natürlich sollte das Spiel dann auch eine ähnliche Qualität bieten.

      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?
      Wenn das Gameplay, die Story und die Spielzeit überzeugend sind, ja.
      Zu 1.) Ich würde mir die Option gerne offen halten, denke aber nicht, dass ich in absehbarer Zeit etwas Kaufwürdiges auf die Beine stellen werde.
      Allgemein denke ich, dass jeder ruhig versuchen sollte seine Spiele kommerziell anzubieten, wenn er das denn will. Es wäre nur schade, wenn nacher durch pure Selbstüberschätzung praktisch niemand das fertige Spiel zu sehen bekommt, da keiner bereit ist den verlangten Preis zu zahlen.

      Zu 2.) Da mir bislang noch kein Makerspiel untergekommen ist, das mir kaufenswert schien, ist das bislang eine rein theoretische Überlegung. Ich würde jedoch erwarten, was ich von jedem anderen (Indie-)Spiel erwarte, nämlich dass es mich ein paar Stunden gut unterhält. Wie das genau zu schaffen ist, lässt sich aber nicht pauschal beantworten und ist natürlich auch individuell verschieden.

      Zu 3.) Das hängt voll und ganz vom Umfang und der relativen Qualität des Spiels ab. Theoretisch so viel wie für jedes andere Spiel, aber im Rahmen dessen, was sich typischerweise mit dem Maker umsetzen lässt wohl nicht mehr als 10-20 Euro.

      Zu 4.) Prinzipiell ja. Dazu müsste man es aber einerseits schaffen, mit den thematischen Beschränkungen durch das RTP klarzukommen, und andererseits durch Gameplay, Story oder von mir aus Musik (sofern sich RTP nicht auch darauf bezieht) so viele Punkte zu sammeln, dass der Gesamteindruck deutlich positiv ist. Und natürlich müsste mir die Spielevorstellung das auch glaubhaft vermitteln können. Da sich durch Screenshots oft am leichtesten ein positiver erster Eindruck gewinnen lässt, könnte man es so schwer haben.
      1. Beides hat seine Daseinsberechtigung... ich bin für beides eigentlich immer aufgeschlossen. Ich sehe keinen Grund das eine dem anderen im Allgemeinen vorzuziehen. Wobei man natürlich sagen muss, dass viele kommerzielle Produkte allein schon durch den Arbeitsaufwand von deutlich höherer Qualität sind, als so ziemlich alle Hobby-Projekte. Aber ich meine was erwartet man da? :)

      2. Das ist schwierig. An sich würde ich fast nie ein Maker-Spiel kaufen, auch wenn es vielleicht kreativ und gut gemacht ist. Das liegt vor allem daran, dass es meistens tausende andere kostenlose Maker-Spiele gibt, die genauso gut oder sogar besser sind. Sehr hilfreich ist dabei vor allem eine kostenlose Demo, die mich fesselt. Ansonsten ist es wohl der Gesamteindruck der stimmen muss. Positiv ist so ziemlich alles, was zeigt, dass du als Entwickler Arbeit in das Projekt gesteckt hast wie eine nette Grafik, gute Musik, Liebe zum Detail, eine gute Story, guter Humor und die sonstigen üblichen Kriterien für ein gutes Spiel.
      Das Hauptproblem beim Maker ist für mich immer das unausgereifte Gameplay; das muss entweder überarbeitet oder durch andere Inhalte kompensiert werden.

      3. Für ein Spiel welches von einem Hobby-Entwickler mit kleinem Team erstellt wurde und gut ausschaut? Vielleicht 15 Euro. Eine Demo, die mich begeistert, kann diesen Preis aber auch stark in die Höhe treiben.

      4. Eher nicht. Eine eigene Grafik ist mMn ziemlich wichtig um einem Spiel eine persönliche und individuelle Note zu verschaffen. Aber auch das kann man natürlich theoretisch durch andere Inhalte ausgleichen.

      Empfohlene Spiele:





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      1. Kommerzielle Makerspiele? Warum nicht?
      2. Ich kaufe fast ausschließlich Konsolenspiele. Außerdem fehlt den Makerspielen das, was mich zum Kaufen motiviert: Überzeugendes Gameplay (ein Action-KS ist für mich schon fast ein Muss) und die nötigen Mittel, um die Story zu inszenieren (3D, gute Regie, professionelle Sprecher).
      3. Mal angenommen, ich würde Makerspiele doch kaufen, dann würde ich wohl einen Preis zwischen 5-10 Euro erwarten.
      4. Falls ich Makerspiele doch kaufen würde, hätte die Grafik kaum eine Auswirkung auf meine Kaufentscheidung.
      1. und 2. Wenn ein Spiel gut ist soll es ruhig was kosten es ist mir dabei egal ob aus Hobby oder Kommerziellen Gründen.
      Es muss aber mein Interesse wecken und in meine Spiel Genre passen.

      3. Wie gesagt, wen es gefällt ein neues PC Spiel liegt um die 50 Euro
      aber ausgeben möchte ich am liebsten 10 -20 Euro

      4. Man sollte vielleicht davon ausgehen das es auch Menschen gibt
      die das ganze RPG Makerszene gar nicht kennen für die sind die Sachen ja neu.
      Also warum nicht?
      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)

      Ein solides Verständnis und eine entsprechende Umsetzung von Game Design, von Gameplay über die Szenengestaltung bis hin zum Plot, sofern es einen gibt und geben sollte. Und frei raus gesagt mangelt das bei fast allen Maker-Spielen, was allerdings okay ist, da es sich bei denen primär um Hobby- und Lernprojekte handelt. Wenn ich ein Spiel rauspicken müsste, das heute schon spielbar ist und für mich kaufenswert wäre, würde ich ungelogen das ehemalige Charon 2 (heutiges Charon 1) kaufen. Es ist schon beeindruckend, wie viel Schilderich im Laufe der Jahre dazu gelernt hat und wie clever er mittlerweile jede noch so scheinbar belanglose Ecke seines Spiels umbaut, um besser das erstrebte Gameplay und den erstrebten Plot transportieren zu können.
      Huhu.^^

      Ich möchte mich, bereits jetzt, für die rege Beteiligung, bedanken. :coolR

      Es ist für mich vom großen Wert, nochmal (prägnant) vor Augen geführt zu kommen, worauf ich zu achten habe!
      Denn ich möchte euch und allen anderen potenziellen "Konsumenten" schließlich was Solides darbieten können,
      wovon sich sagen lassen würde:"Ja, da hat sich jemand Mühe gegeben!"

      Nicht das Wichtigste, doch, aus kommerzieller Sicht, mehr als nur relevant, sind für mich natürlich auch die Preisvorstellungen.
      Es ist zum einen beruhigend, zu wissen, dass der allgemeine Tenor nicht ausschließt, für ein Maker-Spiel zu zahlen und sogar bereit ist,
      außer meiner Sicht, einen fairen Preis zu zahlen, welcher die eigenen Kosten und die Zeit, die im Projekt stecken wird, angemessen honoriert. :)
      10-20€ empfinde ich nämlich tatsächlich als angemessen, da ich eben schon weiß, was ich euch bieten werde. :D

      Freue mich über weitere Meinungen und bin gespannt, was ich noch alles Nützliche erfahren kann. :top:
      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      Warum sollte man sein Hobby nicht zu geld machen? Dabei sollte man allerdings dann beachten, das man das, was Uhrsprünglich als Hobby Betrieben hat, unter Umständen "Ernstahfter und Gewissenhafter" nachgehen sollte. Aber warum sollte man sich sein Hobby nicht Kommerziel zu nutze machen können, solang es kein hobby wie bindfäden sammeln ist.

      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)

      Ich gehöhre zu den Leuten, denen eine Gute Story wichtiger als ein Gutes Aussehen. Es gibt meiner Meinung nach auch genügend Spiele, die zwar die beste High End Grafik haben, allerdings eine Geschichte zum Einschlafen haben.
      Wobei eine Eigene Grafik und eigene Musik das Ganze zum einen Individueller aussehen lässt, und zum anderen man besser auf die szenen eingehen kann, die man haben möchte. Man kann eine Spielszene ganz unterschiedlich wirken lassen. Mit einer Fröhlichen Musik wirkt ein Fröhliches Fest einfach wie ein Fest. Wenn man aber noch einen bedrohlichen Unterton in die Musik einbringt, kann die gesamte Szene des Festes wirken, als würde gleich etwas schreckliches passieren. Ich finde, das sind Wichtige und definitiv nicht zu unterschätzende Mittel, die man sich zu nutze machen sollte.

      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      Das Kommt auf das Spiel drauf an, was es zu bieten hat, welche länge es besitzt. NOrmaler weise wäre ich da soo im Rahmen zwischen 10-20 Euro, würde aber auch mehr ausgeben, wenn mich das Spiel so fesselt, und es eine Fesselnde Geschichte besitzt.

      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?
      Mir ist egal, mit was ein Spiel gemacht wurde, und auch wie Groß das Team ist, welches dahinter STeckt. (Okay, bei einem Team von 50 Köpfen erwarte ich etwas mehr, als von einem Team aus 5 Köpfen) Aber das Gute Spiele nicht unbedingt Große Teams Brauchen, hatt ja schon das ein oder andere Spiel bewiesen.

      Mach auf jedenfall weiter, und lass dich nicht unterkriegen!
      1. Man kann mit fast jedem Hobby Geld verdienen und sich in jedes Hobby hineinsteigern. Für mich wird das Makern nie ein ernst zunehmendes Gewerbe sein, ist aber nur eine persönliche Meinung.
      2. Das Spiel muss Spaß machen. Da gibt es keine Erfolgsformel für.
      3. Ich würde wahrscheinlich nicht mehr als 10 Euro ausgeben.
      4. Ich habe mir mal Doom & Destiny gekauft, ein Spiel, das fast ausschließlich das RTP vom VX Ace verwendet. Würde es auch jederzeit wieder kaufen, das Spiel ist genial (wann wird der 2. Teil endlich übersetzt :cursing:).
      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      Für mich obliegt es der freien Entscheidung des Erstellers, wie er sein Produkt anbieten möchte. Und mit diesen Worten spreche ich eigentlich schon gleich in einer eher gewerblichen Art von diesem Hobby. Ich erinnere mich noch, wie groß der Aufschrei vor einiger Zeit war, als kommerzielle Makerspiele mehr und mehr ein Thema wurden. Im Endeffekt gönne ich jedem Ersteller, dass er für sein Spiel auch etwas mehr als einen feuchten Händedruck und etwas Anerkennung erhält, wenn er wirklich eine Menge Arbeit in sein Projekt investiert hat. Dabei geht es mir auch weniger um das Abdecken entstehender Kosten, sondern viel mehr einem Symbol der Wertigkeit des Spieles. :)

      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)

      Persönlich bin ich bislang stets von den (RPG-)Spielen am meisten gefesselt worden, welche wirklich verschiedene Dialogoptionen mit Auswirkungen, einen stimmigen Grafikstil (es muss nicht ultra realistisch sein) und einem passenden Soundtrack versehen waren, was einfach durch die Atmosphäre eine ganz eigene Sogwirkung entstehen ließ. Eine überragende Story oder ein tolles Gameplay sind natürlich auch wichtig, aber wenn die Atmosphäre nicht stimmt, kann mich ein Spiel nur schwer bei Laune halten.

      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      Ich denke mal wenn ich ein Spiel als kaufenswert erachte, dann würde ich schon zwischen 10-20€ dafür ausgeben. Kleine Extras wie den Soundtrack, ein Artbook oder andere Kleinigkeiten würde ich sogar nochmal in einer Digital Deluxe mit bis zu 5€ extra kaufen.

      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?
      Wahrscheinlich schon, aber da würde ich ganz oberflächlich wahrscheinlich im 5-10€ Preisbereich bleiben, da mir das RTP bereits einige Male unter die Augen kam und die Begeisterung für gemappte Regionen aufgrund mangelnder Vielfalt nicht so groß ausfallen dürfte, als wenn man sich (notfalls) auch nur an 2-3 Ressourcenerstellern bedient hat und das Ganze etwas abrundet.
















      Momentan ringe ich noch ein wenig mit mir, da ich ungerne leere Versprechungen mache. Aber vielleicht kommt demnächst endlich mal ein Thread zustande, welcher mein bisheriges Konzept einer breiteren Masse veranschaulicht. Dann gibt es kein Zurück mehr und der Perfektionismus hat sich mit Kompromissen zufrieden zu geben, damit auch etwas Spielbares entsteht. :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ChimaereJade“ ()

      1. Für mich ist es in erster Linie ein Hobby. Wenn die Qualität stimmt, finde ich es allerdings vollkommen berechtigt, für fertige Produkte oder Teilleistungen (Ressourcen, Dienstleistungen) einen Gegenwert -- sei(en) es nun Geld oder Gefälligkeiten -- zu beziehen.
      2. Gameplay, Gameplay, Gameplay. Für jeden € hätte ich schon gern Minimum eine Stunde Spielvergnügen bei normalem Playtrough; über Allem steht dabei für mich das unterhaltende Spielprinzip; durchdachte Geschichten und spannende Charaktere sind nett, reichen mir aber nicht zum Kauf: Da würde es dann auch ein Buch oder Film tun.
      3. Die Formel oben kann ich da gerne Pi mal Daumen ansetzen: Wenn ein Spielprinzip fesselt ohne repetitiv zu werden, sind 50 gute Stunden bis zu 50€ wert, die Stunde Spielspaß also maximal 1€.
      4. Schwer vorzustellen; natürlich kann auch mit dem RTP was Brauchbares entstehen, aber ich würde vor einem Kauf erstmal zurückschrecken. Ausschließliches RTP wäre mir wahrscheinlich zu wenig, um überhaupt mit dem Spiel in Kontakt zu kommen; es würde einfach nie meine Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Musik, Optik, Technik: Irgendetwas müsste das Spiel schon wenigstens ein Stück weit absetzen (eigene Charsets sind m.M.n. z.B. ein Muss).

      Und noch kurz zwei Fragen:

      @Kelven:

      Kelven schrieb:

      Außerdem fehlt den Makerspielen das, was mich zum Kaufen motiviert: Überzeugendes Gameplay (ein Action-KS ist für mich schon fast ein Muss) und die nötigen Mittel, um die Story zu inszenieren (3D, gute Regie, professionelle Sprecher).


      Wieso verwendest du selbst den Maker oder was bringt dich in diese Szene, wenn Makerspiele generell für dich minderwertig zu sein scheinen? AKS usw. lassen sich ja mit anderen Engines wesentlich bequemer umsetzen.

      @Empire_Kirby: Erstmal viel Glück mit deinem Vorhaben! Ich habe mir dein FB/Twitter mal angesehen und du scheinst ja keine Profis zu beschäftigen. Meine Frage hier wäre: Wie regelst du die Vergütung? Bekommst du Rechnungen? Bezahlst auf Stundenbasis, pro angefertigter Graphik/fertigem Stück? Nach Größe und Länge? Was passiert, wenn in deinen Augen die Qualität nicht stimmt?
      @Lycaon:

      Erstmal einmal Danke, aber deine Aussage "...du scheinst ja keine Profis zu beschäftigen." klingt ziemlich abwertend.
      Nehme ich das falsch wahr oder findest du die bisherigen Artworks derart schlecht?

      Ich bezahle/vergüte meine "Helfer" pro erstelltem Produkt, also Artwork, Charakter-Sprite-Sheet oder anderes, wobei sich
      der jeweilige Preis grundsätzlich schon aus einem Stundenlohn, also dem Aufwand, zusammensetzt. Dies geschieht dann natürlich auf Rechnung.
      Wenn die Qualität nicht stimmt, darf ich solange "rummeckern", wie ich will.^^ Elora und Fayola sind aber zum Beispiel von einer Zeichnerin, die
      mir so unter die Arme greift und nichts verlangt.
      @Lycaon
      Wieso verwendest du selbst den Maker oder was bringt dich in diese Szene, wenn Makerspiele generell für dich minderwertig zu sein scheinen? AKS usw. lassen sich ja mit anderen Engines wesentlich bequemer umsetzen.
      Ich finde Makerspiele nicht minderwertig, ich finde "moderne" Spiele nur viel besser, und ich hab nicht die Möglichkeiten, ein State-of-the-Art-Spiel zu entwickeln. Außerdem muss das, was ich zusammenbau, und das, was ich spiel, nicht unbedingt deckungsgleich sein. Auf dem Maker sind rundenbasierte Kampfsysteme schon in Ordnung und was andere Engine angeht, fehlen mir Zeit und Lust, mich in die einzuarbeiten. Der Maker hat den Vorteil, dass er so unglaublich einfach zu bedienen ist.
      Wirklich sehr interessantes Thema.^^

      Zu "1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?":
      Ich finde es immer wieder schön, wenn man seinen Hobby (teilweise) zum Beruf machen kann. Und wenn man während der Entwicklung merkt, dass das Projekt Potential für ein kommerzielles Spiel hat man direkt von Anfang an darauf hinarbeitet, ein kommerzielles Spiel zu erstellen, soll man dem ruhig nachgehen. Ich sammle selbst momentan erstmal noch viele Erfahrungen zur Spieleentwicklung und wenn ich mich bereit fühle, werde ich wohl auch an einem kommerziellen Spiel arbeiten wollen.^^

      Zu "2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)":
      In meinen Augen sollte eine gewisse Qualität zu erkennen sein, also spaßiges und abwechslungsreiches Gameplay (was nicht leicht sein wird), möglichst fesselnde Story, passendes Sounddesign, gute Atmosphäre, Balancing usw.
      Dazu soll man merken, dass der/die Entwickler sich auch ordentlich Gedanken bei der Entwicklung machte(n). Also eine konsequent durchgesetzte Spielwelt, vielseitige Hauptcharaktere, liebevolles Mapping, Details usw.

      Zu "3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?":
      Ich kann hier keine genaue Summe nennen, da das einfach zu variabel ist, je nachdem, wie das Endprodukt sein wird.
      Das würde entsprechend mit Punkt 2 einhergehen, wie gut das Spiel letztendlich ausgearbeitet ist. Je besser es ist, desto mehr Geld kann man dafür erwarten.
      ABER: Sehr wichtig wäre mir da noch der Langspielwert. Es Spiel kann noch so gut oder so fesselnd sein, aber wenn man z. B. nach 2 Stunden schon alles entdeckt hat, fühlt man sich doch davon abgeneigt, viel Geld zu zahlen.
      Aber wenn es viel Optionales gibt wie Quests, Superbosse, mehrere Enden usw. kann man mich damit immer gut locken.^^

      Zu "4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?":
      Natürlich wären mir eigene Grafiken am liebsten. Die RTP-Grafiken kennt man einfach zu genüge und lassen das Spiel für mich nicht wirklich einzigartig oder interessant wirken.
      Das würde auch den meiner Meinung nach wichtigen Punkt "Atmosphäre" sehr kaputt machen.
      An sich finde ich es aber es aber nicht schlimm, wenn etwas vom RTP im Spiel enthalten ist, aber es sollte auch genug Eigenes zu sehen/hören sein.

      Bemerkung: Das Meiste hört sich für den Einen oder Anderen vielleicht nach sehr hohen Erwartungen an, aber wenn man sich mal einige gute Indiegames anschaut, die auch von ursprünglichen Hobbyentwicklern entwickelt wurden und wenn man sieht, was da alles an Eigenleistung und Qualität in den Spielen einfließt, kann und sollte man dies meiner Meinung auch von kommerziellen RPG Maker Spielen erwarten dürfen.
      Letztendlich sind das ja auch Indiegames.^^
      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?

      Macht mir etwas Spaß ist es mein Hobby. Mache ich mein Hobby gut, habe ich das Recht, es kommerziell zu tun.
      (In meinem Fall ist es aber so, dass ich eher kostenlose Spiele mache, und keine verkaufe. Wenn ich jemanden bezahlen müsste, wie Grafker, Musiker etc. wäre das was anderes und ich würde sie aus dem Erlös finanzieren.)

      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)

      Ich erwarte, in dem Spiel ein Anzeichen von investierter Mühe zu sehen. Das muss nicht unbedingt mit den Grafiken zusammenhängen, da es auch Spiele mit minimalistischer Grafik gibt, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.
      Mühe kann sich auch in Musik, Charakterdesign, Story und Puzzles offenbaren.
      Was mich an den Spielen hauptsächlich interessiert, sind Charaktere und Story und wenn ich da etwas sehe was mich in seinen Bann zieht in Form von "Ich will mehr erfahren" wäre ich bereit es zu kaufen.

      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?

      19,85€
      Sowas kann man schlecht festlegen da es wie gesagt einfach mit der Art des Spiels und dem Interesse dafür zusammenhängt.
      Für OFF und Middens wäre ich bspw. bereit, locker 20€ auf die digitale Ladentheke zu legen, aber die sind ja Gott sei Dank kostenlos^^

      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?

      Nein.
      Mich stört generell diese detailreiche Grafik in der man selbst die kleinsten Rillen und Kratzer sehen muss, immens .-.
      Da spiele ich lieber ein Spiel, das gar keine Details hat und nur äußere Formen und Kanten zeigt vorkommen als das.

      ​Das kommt mir jedenfalls so vor, wenn man durch Steam Greenlight scrollt und die dortigen Maker-Projekte mit denen vergleicht, welche als Freeware angeboten werden.

      Dem kann ich zu 100% zustimmen.
      Man schämt sich teilweise ja schon fast den Maker zu besitzen .-.
      Allerdings muss ich sagen, dass meiner Erfahrung nach die meisten richtig guten Spiele kostenlos sind und auch viel mehr gespielt und gemocht werden als die kommerziellen, was ja logisch ist, da man seine Zielgruppe ja erheblich einschränkt.
      [-los]

      Empire_Kirby schrieb:

      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)
      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?


      1. Ich selber betreibe dies nur als Intensieves Hobby. Aber generell wäre ich auch dem Kommerziellen nicht abgeneigt. Denn nur weil etwas Kommerziell ist muss es mMn nicht unbedingt Geld kosten. man kann ja auch durch die Werbung auf einer eigenen Webseite etwas verdienen. Wobei dann natürlich die Frage ist, ist da das Spiel als Kommeruziell anzusehen oder nur die Webseite?
      2. Es muss mein Verlangen wecken dieses unbedingt haben zu wollen, dann würde ich dafür auch Geld ausgeben. Jedenfalls solange der Preis nicht utopisch hoch ist.
      3. Das kann ich nicht pauschalisieren, aber bei Makerprojekten denke ich würde ich bis zu 15€ bezahlen, wenn es das Spiel wert ist.
      4. Ja, warum nicht? Auch da hat jemand viel Zeit investiert...sich eine Story ausgedacht, die Maps erstellt, und so weiter und so fort. Ich selber arbeite auch nur mit dem Standart RTP, bis auf ein paar Plugins und Scripten ist im Spiel welches ich gerade in der Mache habe alles original RTP (MV)
      1. Ich persönlich sehe es als Hobby an, wenn man ernsthaft gewerblich oder teilweise gewerblich freelancer Indieentwickler sein will, sollte man meiner Meinung nach mit professionellen Programmen arbeiten.
      2. Es sollte irgendwas bieten was kein kostenloses Makerspiel bietet und außerdem das Polishing und den Inhalt bieten den man für bezahlte Spiele erwartet.
      3. Maximal 10€
      4. Nein definitiv nicht, ich wüsste nicht was genau daran eine Bezahlung rechtfertigen würde.
      1. Wie ist eure Grundhaltung bezüglich Hobby vs. Kommerz?
      VS.? "Und" ist hier das Wort der Wahl. Wenn man nämlich nicht gerade einen Hit wie "Hyper Light Drifter" oder "To the moon" landet, wirds wohl eher ein Hobby bleiben. :D

      2. Was muss ein Maker-Projekt bieten, um für euch kaufenswert zu sein? (Story? Gameplay? etc.)
      Artworks, Artworks und nochmal Artworks. Nehmt ruhig RTP-Standardmüll aber heuert einen Grafiker an. Das reicht mittlerweile um auf STEAM Kohle zu machen.

      3. Wie viel würdet ihr (maximal) zahlen?
      Gute Frage,... nächste Frage. :D

      4. Würdet ihr auch für ein Spiel zahlen, von dem ihr wüsstet, dass es ausschließlich mit dem RTP erstellt wurde?
      Ich persönlich? Klares nein. Eher fang ich an wieder mit Lego zu spielen.
      "Heuchelei ist die Tugend der Kleinmütigen."