Quantität geht über Qualität?

      Quantität geht über Qualität?

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      Mich Interessiert mal wie ihr das sieht mit diesem reißenden Titel.
      Ich habe schon einiges an RPG Maker Spielen gespielt die ich bezahlen musste oder müsste.. Allerdings waren sie jeglicher Hoffnung das Geld nicht wert..

      Ich verstehe das viele Leute das machen wollen um ein wenig Taschengeld zu erhalten aber warum macht man das dann nicht Anständig?
      Es müssen jetzt keine aktuellen Spiele sein die neu veröffentlicht wurden aber beispielsweise das Spiel Chosen und Chosen 2, welche auf Steam zu erhalten sind,
      geben keinerlei werte auf Qualität wie ich finde. Unschöne Maps, offensichtliche Mapping und Sinn Fehler, sehr schlechtes bis Maximal Standard Gameplay.

      Jeder beschwert sich das die Maker Szene so schlecht da steht und dennoch wird so viel Zeug geschickt und kaum richtig getestet und vor allem bei für mich unfertig aussehende Spiele
      direkt Geld verlangt. Deswegen frage ich mich ist Qualität überhaupt noch wichtig in Maker Spielen? Es gibt viele Tolle Spiele, ob sie jetzt von Profis in dem bereich erstellt wurden oder
      Anfänger die es bereits nach einer Woche intensiver Anwendung besser können als jeglicher produzierter Müll.. Wobei das böse Wort "Müll" auch noch das Problem ist, welche viele Personen
      in den Falschen Hals kriegen und Kritik unfähig bei Steam negative Bewertungen meldet. Deswegen ist es auch der Mitgrund weshalb ich diese Nachhilfe anbiete um mit euch
      gegen so etwas anzugehen. Um schönere und bessere Spiele zu erstellen, das auch ein Anfänger sich noch traut sein Spiel zu posten und zu sagen "Ja, irgendwann wenn es fertig ist, möchte ich es verkaufen. "
      Weil viele sehen das dann wieder als "Du nutzt den Maker nur als Anfänger um leicht dein Geldbeutel zu füllen!" oder ähnliche dinge.
      Es ist wie schon erwähnt nichts verwerfliches dran, nur dann tut man es aber anständig, sucht sich Hilfe und produziert kein Vorzeige Projekt für die oft schlecht gesprochene RPG Maker Community, egal ob Englisch, Deutsch oder sonst was.

      Also wie sieht ihr das? Sind euch solche dinge auch immer öfter aufgefallen? Wenn ja in welchen Spielen oder welchen anderen dingen die nicht grade mit dem Maker zutun haben, es können auch Grafiken oder andere Dinge sein.

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      ja klar qualität oder...man muss schon etwas an zeit investieren um ein unikat zu erstellen...sowas nachgemachtet bringt ja meistens nicht wirklich viel her...the chosen ey...ganz schlechtes game...xD

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „STIK“ ()

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      Ich geh mal davon aus, dass die Entwickler der umstrittenen Spiele ihre Spiele nicht für schlecht halten, Qualität ist ja wieder etwas sehr Relatives. Das Motto "Lieber Quantität als Qualität" schreiben sich wohl nur die hinterlistigsten Kaufleute auf die Fahne. Wobei man das gleiche "Phänomen" auch allgemein bei Indiespielen beobachten kann. Man muss sich nur anschauen, was bei Kongregate jeden Tag veröffentlicht wird: Auf ein gutes Spiel kommen hundert nicht so gute oder sogar mehr. Es ist also eigentlich gar nicht ungewöhnlich, dass es deutlich mehr durchwachsene Spiele als gute gibt.

      Ich könnte mir vorstellen, dass die eher schlichten Makerspiele aus zwei Gründen so schlicht sind:
      • Der Entwickler kennt so gut wie keine anderen Makerspiele.
      • Der Entwickler kennt die Ansprüche der Spieler nicht. Die lassen sich aber auch nur schwer erfassen. Wer weiß, vielleicht gehören die Spiele von Aldorlea Games in Wirklichkeit zu den beliebtesten der Welt. ;) Die müssen ja gekauft werden, sonst gäbe es das Studio nicht mehr.
      P. S. Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich find die ganzen VX-Ace-MV-Spiele ja schon alleine wegen dieses quitschbunten Kopffüßler-Stils alles andere als ansprechend.

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      Das Problem dürfte hier sein, dass die Qualität im Auge des Betrachters liegt und Menschen diese manchmal mit sehr unterschiedlichen Maßstäben messen. Das hat mehrere Gründe:

      - Ein selbsterstelltes Spiel wird in der Regel den persönlichen Geschmack des Erstellers voll treffen, nicht aber unbedingt den eines Spielers.

      - Ein Ersteller neigt dazu sein Spiel in Relation zu seinen eigenen Fähigkeiten zu bewerten, während ein Spieler dieses eher mit Konkurrenzspielen vergleicht. "Gut für einen Anfänger" ist nicht unbedingt "gut für ein Spiel dieser Preisklasse".

      - Die persönliche Übersättigung spielt eine große Rolle. Während das RTP anfangs noch ganz charmant und ansehnlich wirkt, löst sich dieser Eindruck nach dem zwanzigsten Spiel in diesem Look langsam in Wohlgefallen auf. Ähnlich sieht es mit übernutzten Plotelementen aus.

      Zusammenfassend kann es eine ganze Reihe Ursachen haben, dass ein wenig genreerfahrener Ersteller die Qualität seines Spiels überbewertet. Dies ist zwar für beide Seiten ausgesprochen ärgerlich, aber ich würde mich davor hüten, automatisch bösen Willen anzunehmen.

      Fortbildungsmaßnahmen für Ersteller sind aber in jedem Fall zu begrüßen. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Piscator“ ()

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      Mir ist gerade in Anbetracht der Trash-Game-Schwemme auf Steam aufgefallen, dass die meisten geilen und ernstlich toll gemachten MakerSpiele (mit und/oder ohne RTP) die mir persönlich als qualitativ wertvoll ins Auge stechen, samt und sonders als kostenloser Download verfügbar sind.
      BabyHüter sagt!
      :megaphone: Support your Local QuestBrett





      :construction: UnderConstruction :construction:




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      Als ich es ansprach, und meinte warum man für jeden Müll Geld verlangen muss. Und das sowas echt nicht sein muss wurde mir vielerlei Sachen vorgeworfen.
      Wie, das man nicht alle über ein Haufen werfen kann, das man das nicht so Verallg. kann viele wissen es halt nicht besser und das ich frech bin Leute so zu verurteilen!
      MMhh Das gleiche macht IHR hier auch gerade.... Merkwürdig.... 8|

      Egal mal zum Thema.
      villt denken viele Anfänger das ihr Spiel wirklich gut ist und laden es hoch, weil ihnen es halt so gefällt wie es ist.
      Neulinge sind schon mit dem "Müll" den wir für schlecht halten zufrieden. Ich finde es auch schrecklich und deswegen sagte ich damals das die Leute zu faul sind sich richtig zu Informieren. Den wenn man sich umsieht, sieht man wie ein Spiel aussehen kann, und was der Maker kann. Dann muss ein doch der Gedanke kommen das das eigene villt doch nicht so gut ist, und man es villt überarbeitet könnte. Aber viele wollen das ja nicht. Sie denken, es ist gut, kaufen wird es schon eh irgendwer.. und schwups auf Steam.

      Und wir sind mit schuld. Warum sind die Spiele auf Steam? Weil WIR dafür Voten! Also sag ich euch das gleiche wie ihr mir damals..
      Meckert nicht, ihr müsst es ja nicht kaufen! Und das die Maker Szene so ist, ist unser aller Schuld. Deswegen halte ich mich so gut wie möglich aus allem raus!

      Mehr sage ich auch nicht dazu ;) wollt nur meine Persönliche Meinung noch mal dazu los werden ;)
      Bin gespannt wie sich der Thread aber weiter entwickelt! :)

      Makern - Nur ein Hobby oder auch ernst zunehmendes Gewerbe? verweiße mal auf den Thread da ist das Thema ähnlich. Und ich finde das da gewisse Personen ganz anders redeten ;) Schon komisch das man so stark eine Meinung ändern kann.
      :hueter

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Asari-90“ ()

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      Die Welle an schlechten Makerspielen ist finanzieller Natur. Woher stammt denn die Annahme, dass die qualitativ minderwertigeren Makerspiele auf Steam von einem Genreanfänger kommen?
      Hier wird die selbe strategische Verkaufsmethode angewendet, die auch im Supermarkt und im Spielwarenhandel anzutreffen sind. Das sind Spiele von erwachsenen Menschen, die hoffen, dass ein junger Internetuser fasziniert auf den Kaufen-Button klickt oder Mama nervt, er hätte gerne unbedingt dieses Spiel, weil ansonsten die gesamte Welt auseinanderbricht. Ich war so, meine Freunde taten das selbe, als sie jung waren und die Spielbranche weiß das auszunutzen. Steams Schwächen werden hier ausgenutzt, um sich selbst zu bereichern, daher das massive Vollstopfen mit out-of-the-box-Makerspielen. Was denkt ihr, warum die ganzen Youtuber wie PewDiePie und Kollegen sich auf junges Publikum fixieren?
      Kein Mensch, der Videospiele in heutiger Zeit spielt, ist blind und nicht mehr so leicht von 2D-Spielen zu überzeugen. Ihr könnt mir glauben, dass die 08/15-Titel auf Steam nicht gerade viel Geld einfahren und jedem, der auch nur wenige Spiele gespielt hat, nur noch als Cashgrab auffallen. Deswegen auch die miese Reputation von RPG-Maker-Titel seitens Steamkunden.
      Andererseits fällt jemand, der Ehrgeiz in sein Projekt gesteckt hat, viel schneller auf. Auch wenn sein Projekt vom RPG Maker kommt.

      AggroMiau schrieb:

      Mir ist gerade in Anbetracht der Trash-Game-Schwemme auf Steam aufgefallen, dass die meisten geilen und ernstlich toll gemachten MakerSpiele (mit und/oder ohne RTP) die mir persönlich als qualitativ wertvoll ins Auge stechen, samt und sonders als kostenloser Download verfügbar sind.

      Und das zeigt, dass sich Menschen mit Ehrgeiz meist nicht des Geldes wegen ihr Projekt vorzeigen. Daher findet ihr Menschen, die qualitativ Hochwertiges herstellen, nicht auf Steam, sondern in einer Community wie eurer hier. Hängt euch nicht an dem Mist auf, der auf Steam verkauft wird.

      Zur Frage: Quantität geht über Qualität? - Wenn das der Fall wäre, wäre Nintendo längst insolvent. Deshalb sowohl Quantität als auch Qualität. Heute muss beinahe alles, was produziert wird einen qualitativen Standard vorweisen, sonst hat man zu wenig Abnehmer.

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      Ich muss grade meinem Vorredner in seinen letzten Punkten recht geben. Diejenige die mit Herz dabei sind wollen nicht mal Geld dafür, weil das nicht ihr Ziel ist und diejenigen die Geld wollen, müssen offensichtlich nicht viel dafür tun. Das sich Quallität und Quantität die Waage halten sollten finde ich ist pauschal nicht ganz richtig, da jedes Projekt oder die Entwickler einen anderen Fokus haben können. Ich zum beispiel versuche mich derzeit nur an Testprojekten bei denen nur die Qualli stimmen muss, die effektiv errreichbare Spielzeit is mir da erst mal egal. Erst wenn das Gameplay stimmt überlege ich mir, was ich daraus eigentlich alles machen könnte. dabei könnte durchaus passieren, das das Spiel durchaus kurz ausfällt, oder es übertrieben lange sein kann, je nach dem wie mich die Quallität und der Aufwand damit vorwärts kommen lassen. Ich habe aber auch ein Fangame Projekt bei dem beide Punkte so weit nach oben getrieben werden sollen wie es mir möglich ist, dabei will ich jedoch die Quallität des Originals nicht um längen schlagen, sondern nur einzelne Aspekte etwas polieren und sonst so viel des Charmes beibehalten wie ich kann. Das stellt im vergleich die Quallität sehr niedrig mit der Quantität die ich für das Spiel geplant hatte. So verschiebt sich das Verhältnis je nach Gegebenheit, zumindest bei mir, aber bei beidem kann ein Punkt errreicht sein, bei dem es einfach gut genug ist und dafür gibt man dem anderen etwas mehr.

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      EnigmaThePhoenix schrieb:

      Das sich Quallität und Quantität die Waage halten sollten finde ich ist pauschal nicht ganz richtig, da jedes Projekt oder die Entwickler einen anderen Fokus haben können.

      Da hast Recht. Pauschalisieren kann man auf den Einzelnen nie. Worauf die Ersteller eines Projektes ihr Augenmerk werfen, ist völlig ihnen überlassen.

      Mir gings um das Thema zwischen Steam und dem Mistspielstrudel drauf, über die Pegii spricht, und das allgemeine Bild, welche diese auf alle Entwickler werfen, die Qualitätsarbeit liefern.

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      Stimme Asari zu, dass dieses Thema tatsächlich irgendwie immer in der einen oder anderen Weise aufgerollt wird. Und bin immer noch derselben Meinung wie beim letzen Mal der Diskussion, nämlich der, dass jeder sein Spiel verkaufen können sollte, wenn er der Meinung ist, dass er sein Spiel vermarkten kann/möchte. Und dass eine Fülle an schlechten RPGmakerspielen kein schlechtes Licht auf gute RPGmakerspiele wirft.

      (Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ganz ehrlich, wer kann Rezensionen ernst nehmen, in denen nicht mehr als "It's made with RPGmaker, so it has to be trash!!!!!1 11" steht? Ein Spiel ausschließlich wegen seiner Engine zu hassen ist in etwa so sinnvoll wie nie in Kinos zu gehen, weil dort mal ein paar schlechte Filme liefen - und solche Weitsicht sagt mehr über den Kritiker als das Spiel an sich aus.)

      Klar gibt es viele schlechte Spiele auf Steam. Die meisten sind optisch nicht schön gestaltet, manche sind auch noch von der Story her so langweilig, dass man auf dem Stuhl einschläft und bei manchen denkt man, dass der Ersteller wohl dachte, dass es reicht, halbnackte Frauen ins Spiel zu stecken, um Käufer anzulocken und man ansonsten nichts bieten muss. Aber das kann ich nur mutmaßen, weil ich es nicht weiß. Das Trashspiel, das ich gerade angespielt habe, könnte natürlich von jemanden sein, der es gezielt erstellte, um Jugendliche abzuzocken - oder es ist wirklich von einem Hobbybastler, der sich an die alte SNES-Ära erinnert fühlte und kurzerhand ein Spiel zusammenstellte, um es dann für ein paar Euro einstellte, um wenigstens den Preis wieder reinzubekommen, den er ausgegeben hat, um es überhaupt auf Steam laden zu können.

      Und klar, auch ich finde die meisten dieser Spiele nicht schön. Aber man sieht anhand der Screenshots meistens schon, woran man ist. Es ist (fast immer) nicht so, als würde man die Katze im Sack kaufen. Und klar sollte man sich als Anfänger an den schlimmsten Fällen von Steamspielen kein Beispiel nehmen. Aber sollten wir Anfängern nicht eher ein positives Bild vermitteln? Dass wir ein Spiel nicht sofort aufgrund des Mappings und durch die Screenshots verurteilen, sondern dass wir versuchen, zu verstehen, was der Entwickler mit diesem Spiel erreichen wollte. Dass wir Communitymitglieder, die kommerzielle Projekte erstellen wollen, unterstützen und in unserer Community die qualitativ hochwertigen Arbeiten schaffen, die wir selbst als Makerstandard setzen wollen. Ist da der Frageansatz nicht der falsche? Nicht "Warum ist Qualität anscheinend nicht mehr wichtig" sondern "WIE schaffen wir es, die Ersteller dazu zu motivieren, ihr bestes Spiel fertigzustellen"? Wenn es so viele schlechte Makerspiele gibt, dann legt euch mal die Hand aufs Herz und fragt euch, wie viele Spiele ihr schon herausgebracht habt und welche davon wirklich nicht sonderlich gut waren.
      An Spieleersteller, die mit voller Absicht Trashspiele zu erstellen, um Teenagern das Geld aus der Tasche zu ziehen, kann und möchte ich wirklich nicht glauben. Und solange es nicht sprechende Beweise dafür gibt, dass diese Entwickler in Massen auf Steam ihr Unwesen treiben, gehe ich davon aus, dass da Enthusiasten am Werk waren, denen einfach das komplette know-how fehlt.
      An der Stelle will ich auch nochmal erwähnen, dass ich richtig gut finde, was @Pegiii und @Lilithya Silverstorm auf die Beine stellen wollen. Manchmal können es Leute einfach nicht besser als so, wie sie es gelöst haben und dass ihr euer Wissen unter die Leute bringen wollt und wichtige Basics (und darüber hinaus) vermitteln wollt, ist der Schritt in die richtige Richtung.

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      Die Vorstellung, das Leute Makerspiele erstellen um ausgerechnet Jugendlichen das Geld aus der Tasche zu ziehen, erscheint mir ebenfalls nicht wahnsinnig plausibel. Die Zielgruppe klassische Makerspiele dürfte mehr die Nostalgikergeneration sein, die mit Spielen ähnlicher Machart aufgewachsen ist. Ich kann mich natürlich täuschen, aber der Reiz auf den Durchschnittsjugendlichen sollte sich eigentlich in ziemlich engen Grenzen halten.

      Dass oft gerade die besseren Spiele kostenlos sind, wird natürlich wirklich zu einem Teil daran liegen, dass eingefleischte Hobbyisten ihr Spiel lieber von vielen gespielt, als von vielen gekauft sehen. Wichtiger dürfte jedoch sein, dass Leute, die sich ernsthaft mit der Materie auseinandergesetzt haben, den Markt realistischer einschätzen können und sich lieber zweimal überlegen, ob sie sich tatsächlich die Mühe machen wollen, ihr Spiel kommerziell anzubieten.

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      Mijani schrieb:

      An Spieleersteller, die mit voller Absicht Trashspiele zu erstellen, um Teenagern das Geld aus der Tasche zu ziehen, kann und möchte ich wirklich nicht glauben. Und solange es nicht sprechende Beweise dafür gibt, dass diese Entwickler in Massen auf Steam ihr Unwesen treiben, gehe ich davon aus, dass da Enthusiasten am Werk waren, denen einfach das komplette know-how fehlt.

      Wenn du Beweise brauchst, sind die historisch protokolliert. Ich zaubere mir meine Argumente nicht aus der Luft. Informiere dich beispielsweise mal über Atari und den Videospielbranchencrash 1983. Da wurden für die Atari 2600 auch haufenweise Schrottspiele entwickelt, weil prognostiziert wurde, dass sich das Zeug gut verkauft und denkt mal nach, für wen Computerspiele entwickelt werden: Kinder und Jugendliche als Hauptabnehmer.

      Wenn also gerade ein Videospielprogrammierer, der gefeuert wurde, den RPG Maker entdeckt und sich leichtes Geld dadurch erhofft, dass er Steam mit 1-Klick-Fertigmakerspielen zuschüttet, warum nicht? Sollte es jemand kaufen, hat er 3€ mehr auf dem Konto. Wenn ihr Geld mal in eine Pulle geworfen habt, versteht ihr, dass sich das summiert. Warum also bei einem Konto bleiben, wenn man gleich mehrere anlegen kann?

      Jetzt will ich aber auch nicht sagen, dass das pauschal für alle gilt, sonst denkt ihr dies sicher wieder. Ich will nur warnen, dass Menschen mit einer niedriegen Moral existieren und sie sich nicht zu schade dafür sind, euch euer Taschengeld rauszusaugen, um ihre Monatsrechnung von zu bezahlen. Ihr sollt euch von dieser Marktpolitik als Entwickler eurer eigenen Spiele nur nicht demotivieren lassen.

      @Piscator
      Habe deinen Beitrag aus dem Bild verloren. Tut mir Leid!

      Piscator schrieb:

      Die Zielgruppe klassische Makerspiele dürfte mehr die Nostalgikergeneration sein, die mit Spielen ähnlicher Machart aufgewachsen ist.

      Ein reiner Nostalgiker interessiert sich für RPG-Maker-Spiele, gelinde gesagt, kein Stück. Wenn ein Nostalgiker ein RPG zocken möchte, besorgt und pflegt er seine Super Nintedo und schiebt Chrono Trigger oder Secret of Mana hinein. Wenn sein Enthusiasmus ihn dann soweit trägt, dass er Lust dazu bekommt, selbst ein RPG zu erstellen, dann sorgt er auch dafür, dass sein RPG sich von anderen differenziert und ladet kein Makerspiel mit RTP-Grafik auf Steam hoch. Sieh dir die Entwickler in diesem Forum an und wie bestrebt sie für ihre Projekte lernen, dann verstehst du, dass das Zeug auf Steam nicht von einem nostalgischen Enthusiasten des RPGs kommt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „RaychaRles“ ()